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Cronik der USG-Wettbergen

Die Uniformierte Schützengesellschaft Wettergen

 

Gründung

 

Schon um 1900 – vielleicht auch früher – gab es in unserem, damals noch kleinen Dorf, Schützenfeste. Das belegen alte Fotos. Historische Schützenfeste nannte man sie, und so werden sie heute noch in einigen Deister- und Heidedörfern gefeiert.

 

Im Jahr 1924 fand in Wettbergen ein Zeltfest statt, Veranstalter war der Turnverein „Jahn Wettbergen“. Hier wurde der Gedanke zur Gründung eines Schützenvereins geboren.

 

Nach wenigen Tagen erfolgte die Einladung zur Gründungsversammlung einer Schützengesellschaft. Am Versammlungstag gründeten 32 Mitglieder die Uniformierte Schützengesellschaft von 1924, gleichzeitig wählten die Mitglieder ihren ersten Vorstand:

 

Hermann Thiele

Heinrich Lampe

Hermann Bischoff

Friedrich Woltmann

 

Noch im gleichen Jahr uniformierten sich die Schützen, ein Jahr später 1925, erfolgte der Beschluss zum Bau eines Schützenhauses. Heinrich Lampe sen. stellte das Grundstück zur Verfügung und übernahm zusammen mit dem Schützenbruder Conrad Flachsbarth sen. die Kosten für den Rohbau, den Rest hatte der Verein zu tragen.

 

Zunächst baute man drei Schießbahnen mit einer Länge von 120 m, diese wurden später auf 100 m verkürzt. 1938 erfolgte der Bau der 50 m Bahnen.

 

Die erste Schützenfahne kaufte der Verein 1930 zu einem Preis von immerhin 475 Reichsmark.

 

1934 verlor der Verein zwei Schützenbrüder und große Gönner:

 

Heinrich Lampe und Conrad Flachsbarth.

 

Sie kamen bei einem Autounfall ums Leben, als ihr Wagen gegen einen Zug prallte.

 

 

 

Wiedergründung

 

Das Schützenwesen und der Verein ruhten ab 1939 aufgrund des 2. Weltkrieges. Nach der Kapitulation verboten die Alliierten die Schützenvereine als uniformierte Waffenträger. Mit Gründung der Bundesrepublik 1949 wurden Schützenvereine wieder erlaubt. Am 17.Juni 1950 lud der spätere Ehrenvorsitzende Hermann Thiele zur ersten Versammlung ein, die 11 Schützenbrüder besuchten. Der alte Vorstand sollte die Vereinsarbeit bis zur Neuwahl 1951 weiterführen.

 

Die Grundlagen für ein aktives Vereinsleben waren genommen: Das Schützenhaus war zerstört und die Schießsportanlage verfallen. Die Aufbauarbeit begann und es wurde intensiv um neue Mitglieder geworben. Im Laufe des Jahres 1950 konnten 41 Eintritte verzeichnet werden.

 

Bald konnte wieder mit dem Luftgewehr geschossen werden. Das Großkaliberschießen blieb bis 1953 verboten. Während der Herbst- und Wintermonate fand das Luftgewehrschießen auf drei Ständen, später auf fünf Ständen, im Clubzimmer unseres Vereinswirtes und Schützenbruders Karl Stecker statt.

 

 

Wiederaufbau

 

Der Wiederaufbau des Schützenhauses begann 1954 und dauerte drei Jahre. Am 1. Mai 1957 fand die Einweihungsfeier der Schießsportanlage statt. In den folgenden Jahren wurde immer am 1. Mai der Schießbetrieb von Steckers Gasthaus nach „draußen“ in das neue Schützenhaus verlegt.

 

Der Verein vergrößerte sich, die Anforderungen stiegen und bereits in den Jahren 1969/1970 dachten die Vereinsmitglieder über eine Erweiterung der Anlage nach.

 

1971 verkaufte uns der Schützenbruder Heinrich Lampe jun. ein anliegendes Grundstück zu einem sehr günstigen Preis. Auf der Jahreshauptversammlung 1972 beschlossen die Mitglieder den Bau einer Luftgewehrhalle mit 10 Ständen und einer KK-Anlage mit 6 Ständen. Mitte März 1972 begannen die Abbrucharbeiten der alten Anlage und am 2. Mai 1972 erfolgte die Grundsteinlegung zum Neubau.

Am 10.Juni 1972 feierten die Schützen Richtefest und am 18.November des gleichen Jahres begann der Schießbetrieb in der neuen Halle. Die offizielle Einweihungsfeier musste auf den 5. Mai 1973 verschoben werden, da die Räume bis dato noch nicht beheizt werden konnten.

 

Wenige Tage zuvor, am 5. April 1973 gründeten 11 Ehefrauen von Schützenbrüdern gegen den erbitterten Widerstand einiger Männer, die Damenabteilung.

(siehe auch Chronik der Damenabteilung)

 

Am 8. Februar 1974 begann der 2. Bauabschnitt: Ausbau der KK-Anlage und Aufschüttung der Wallanlage. Ohne Beanstandung erfolgte die Schlussabnahme durch das Bauordnungsamt Hannover am 14.Oktober 1975.

 

Förderer und Sponsoren

Restaurand Hellas Wettbergen